Vergleich

Microsoft 365 E3 vs. E5 – welche Lizenz lohnt sich wirklich?

Aktualisiert am 27. Juni 2026 · 3 Min. Lesezeit

Office-Apps Exchange Teams SharePoint / OneDrive Office-Apps Exchange Teams SharePoint / OneDrive Defender (Security) Advanced Compliance Power BI Pro Teams PhoneE3 Produktivität E5 E3 + Premium-Bausteine

E3 oder E5 – an dieser Frage hängen bei größeren Tenants schnell fünf- bis sechsstellige Jahresbeträge. E5 kostet spürbar mehr als E3, und der Aufpreis rechnet sich nur, wenn die Zusatzfunktionen auch genutzt werden. Dieser Vergleich hilft dir, die Entscheidung pro Nutzergruppe statt pauschal zu treffen.

Der Kern in einem Satz

E3 ist die vollständige Produktivitäts- und Office-Suite. E5 ist E3 plus ein Paket aus fortgeschrittener Sicherheit, Compliance, Analytics und Telefonie. Wer diese Zusatzbausteine nicht aktiv nutzt, zahlt bei E5 für Funktionen, die brachliegen.

Was E5 zusätzlich zu E3 bietet

Bereich In E3 enthalten E5 zusätzlich
Office-Apps & Dienste ✓ Word, Excel, Outlook, Teams, SharePoint, OneDrive
Sicherheit Basis (z. B. Standard-Schutz) Defender for Office 365, Defender for Endpoint, Identity Protection
Compliance Grundlegende Aufbewahrung Advanced eDiscovery, Insider Risk, Communication Compliance
Analytics Power BI Pro enthalten
Telefonie Teams Phone (Cloud-Telefonanlage)
Identität Azure AD Basis Erweiterte, risikobasierte Zugriffssteuerung

Funktionsumfang und Plandetails ändern sich; maßgeblich ist die aktuelle Microsoft-Produktbeschreibung. Den offiziellen Stufenvergleich führt Microsoft in den Office 365 Planoptionen (Stand Anfang 2026).

Für wen sich E5 lohnt

E5 rechnet sich, wenn mindestens einer dieser Punkte auf eine Nutzergruppe zutrifft:

Für diese Nutzer ist E5 kein Aufpreis, sondern eine Ersparnis gegenüber dem Einzelkauf.

Wann E3 die klügere Wahl ist

Für den Großteil der „normalen" Büroarbeit reicht E3:

Der teuerste Fehler ist, E5 pauschal an alle zu vergeben, weil „Sicherheit ja wichtig ist". Wichtig ist sie – aber nur wirksam, wenn die Funktionen konfiguriert und genutzt werden. Ein E5-Seat, dessen Defender-Features nie aktiviert wurden, ist verbranntes Geld.

Die Mischstrategie: nach Rolle statt pauschal

In der Praxis gewinnt fast immer ein gemischtes Modell:

Genau hier liegt das größte, meist übersehene Sparpotenzial: nicht im Wechsel aller auf einen Plan, sondern in der passgenauen Zuweisung pro Rolle.

So findest du heraus, was ihr wirklich braucht

Die ehrliche Antwort steckt in euren Nutzungsdaten:

  1. Wer hat E5, nutzt aber keine einzige E5-Funktion? Das sind Downgrade-Kandidaten auf E3.
  2. Wer kauft E5-Funktionen separat dazu, obwohl sie im Plan enthalten wären? Redundanz.
  3. Welche Nutzer sind überhaupt aktiv? Ein inaktiver E5-Seat ist doppelt teuer.

License Lens überlagert genau diese Signale: Es verbindet euren Tenant im Nur-Lese-Modus, zeigt pro Lizenzzuweisung, ob sie genutzt wird, und macht in Sekunden sichtbar, wie viel eine passgenaue Zuweisung spart. Keine Änderungen, keine gespeicherten Mitarbeiterdaten.

Fazit

E5 ist kein Luxus und E3 kein Kompromiss – es kommt auf die Rolle an. Rechne den E5-Aufpreis gegen den Einzelkauf der Sicherheits- und Analytics-Funktionen: Wo er sich trägt, ist E5 richtig. Wo nicht, ist jeder E5-Seat ein E3-Seat mit unnötigem Aufschlag.

Nächster Schritt: ungenutzte Lizenzen finden und die häufigsten Kostenfallen gegenprüfen.

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