Ratgeber

Ungenutzte Microsoft 365 Lizenzen finden und entfernen

Aktualisiert am 26. Juni 2026 · 3 Min. Lesezeit

Letzte Anmeldung 212 Tage her Exchange / Postfach kein Signal Teams kein Signal SharePoint / OneDrive kein Zugriff URTEIL Einsparbar

Die schnellste Ersparnis in Microsoft 365 sind Lizenzen, die niemand nutzt. Sie werden Monat für Monat abgerechnet, ohne dass irgendjemand davon profitiert. Der Trick ist, sie zuverlässig zu erkennen – ohne aus Versehen jemanden lahmzulegen, der nur gerade im Urlaub war.

Was „ungenutzt" wirklich bedeutet

Eine Lizenz kann auf drei Arten Geld verbrennen:

  1. Nicht zugewiesen – gekauft, aber keinem Nutzer zugeteilt. Reiner Puffer, der voll bezahlt wird.
  2. Zugewiesen, aber inaktiv – der Nutzer meldet sich nicht an oder nutzt keinen der bezahlten Dienste.
  3. Zugewiesen und aktiv, aber überdimensioniert – der Nutzer arbeitet, braucht aber nur einen Bruchteil des Plans.

Dieser Ratgeber konzentriert sich auf die ersten beiden. Für den dritten Fall siehe E3 vs. E5.

Die Signale, die zählen

Microsoft liefert die Rohdaten über die Nutzungsberichte im Microsoft 365 Admin Center – du musst sie nur zusammenführen. Die aussagekräftigsten Signale:

Kein einzelnes Signal reicht allein. Erst die Kombination trennt „echt inaktiv" von „nur kurz weg".

Fehlalarme vermeiden

Bevor du eine Lizenz entziehst, prüfe die typischen Ausnahmen:

Deshalb lautet die Reihenfolge immer: markieren → prüfen → entscheiden, nie „automatisch löschen".

So gehst du vor

  1. Bestandsliste ziehen – alle Nutzer mit ihren zugewiesenen Lizenzen.
  2. Aktivitätsberichte überlagern – Sign-in und Dienstnutzung je Nutzer.
  3. Schwellwert setzen – z. B. „keine Aktivität seit 90 Tagen". Konservativ starten, dann verschärfen.
  4. Ausnahmen aussortieren – Dienstkonten, Beurlaubte, Shared Mailboxes.
  5. Kandidatenliste an die Fachbereiche geben – die wissen, wer wirklich weg ist.
  6. Lizenz entziehen – nach Freigabe, nachvollziehbar dokumentiert.

Was beim Entziehen passiert

Das Entfernen einer Lizenz ist nicht dasselbe wie das Löschen des Kontos:

Diese Reversibilität macht das Aufräumen risikoarm – vorausgesetzt, du hast vorher geprüft.

Manuell oder mit Tool?

Bis ~100 Seats sind die Microsoft-Nutzungsberichte und ein Export nach Excel machbar. Darüber wird die manuelle Zusammenführung von Sign-in-, Exchange-, Teams- und SharePoint-Daten fehleranfällig und zeitraubend – genau hier entstehen die übersehenen Kandidaten.

License Lens macht genau diesen Abgleich automatisch: Tenant im Nur-Lese-Modus verbinden, und pro Lizenzzuweisung siehst du sofort das kombinierte Aktivitätssignal und ob sie einsparbar ist. Es werden keine Änderungen vorgenommen und keine Mitarbeiterdaten gespeichert.

Der nächste logische Schritt ist ein sauberes, wiederholbares Audit → Microsoft 365 Lizenz-Audit: Schritt-für-Schritt.

Wie viel zahlst du zu viel?

Verbinde deinen Microsoft 365 Tenant und sieh in Sekunden dein jährliches Einsparpotenzial — ungenutzte Seats, alte Accounts und inaktive Lizenzen auf einen Blick.

Einsparpotenzial berechnen Nur-Lese-Zugriff · DSGVO-konform · keine Mitarbeiterdaten gespeichert

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